iTeufel Air im Test

Vor einiger Zeit erreichte uns der iTeufel Air, auf den wir schon sehnsüchtig gewartet haben. Die Spannung war groß, das Öffnen des Paketes erfolgte mit einem nervös-zittrigen Gefühl. Teufel verspricht mit dem iTeufel Air sehr viel. Können diese Versprechen auch eingehalten werden? 

Lieferumfang des iTeufel Air

Neben dem iTeufel Air befanden sich in unserem Paket zwei Bedienungsanleitungen. Wieso es zwei waren ist uns unklar und möglicherweise einfach ein Fehler beim Verpacken. Bekanntlich hält doppelt aber länger. Beide Anleitungen liefern auf deutscher und englischer Sprache (jeweils beide Sprachen in einer Anleitung) technische Beschreibungen und helfen beim Einrichten des iTeufel Air. Wer sich von einer Bedienungsleitung abgeschreckt fühlt, kann auch auf den mitlieferten Quickguide zurückgreifen. Dieser „ersetzt nicht die ausführliche Bedienungsanleitung“, reicht aber für die Installation vollkommen aus. Wie auch bei anderen Geräten üblich, befand sich außerdem ein Garantiezettel im Paket. Um den iTeufel Air mit Strom zu versorgen liegt natürlich auch ein Netzkabel bereit. Dieses Kabel ist das einzige Kabel, das für die Nutzung des Lautsprechers nötig ist.

Installation des iTeufel Air

Die Installation erwies sich als sehr einfach. Binnen 5 Minuten war der Lautsprecher angeschlossen und spielte das erste Mal Musik. Wer sich vorher die Bedienungsanleitung oder den Quickguide für 1-2 Minuten zu Gemüte führt, wird kurz und knapp darauf hingewiesen wie die Installation zu erfolgen hat. Befolgt man diese Schritte richtig, dauert die Installation nur kurze Zeit und erweist sich als kinderleicht. Eine genaue Abfolge der Installationsschritte führen wir an dieser Stelle nicht auf, da sich jeder Nutzer zumindest den Quickguide durchlesen sollte um mögliche Fehler zu umgehen.

iTeufel Air im WLAN-Netz

Der Airplay Lautsprecher kann auf zwei verschiedene Wege genutzt werden. Eine Möglichkeit ist die Einbindung in das heimische WLAN-Netz. Diese Option sollte es sein, welche für den privaten Gebrauch üblich ist um auch über iTunes vom PC aus die Lautsprecher steuern und gleichzeitig im Internet surfen zu können. Aus der Bedienungsanleitung kann man entnehmen, dass für diesen Schritt vorerst die Einwahl in das iTeufel-Air Netzwerk nötig ist. Ist diese erfolgt, öffnet man einen beliebigen Internet-Browser und gibt eine in der Anleitung niedergeschriebene IP ein. Mit Hilfe dieser gelangt man in das Admin-Panel, in dem man die Zugangsdaten für das heimische WLAN-Netz angeben kann. Bestätigt man diese Einstellung, verbindet sich der iTeufel Air mit eben diesem und ist fortan nutzbar. Größere Reichweiten zwischen iDevice und Lautsprecher sind mit WLAN-Netz kein Problem. Am Testort – einem Einfamilienhaus – war der iTeufel Air aus jedem Raum ohne Einschränkungen steuerbar.

In unserem Test sind wir allerdings auf einen Fehler aufmerksam geworden. Bestätigt man die Verbindung mit dem heimischen Netzwerk im Admin-Bereich, verliert dieser die Verbindung mit dem iTeufel Air. Die Konsequenz daraus ist eine Fehlermeldung, die jedoch keine Auswirkungen auf die Funktion hat, im ersten Moment jedoch ein wenig irritiert.

iTeufel Air im eigenen WLAN-Netz

Eine zweite Möglichkeit den iTeufel Air zu nutzen ist diese, den Airplay Lautsprecher sein eigenes Netzwerk erstellen zu lassen. Diese ad-hoc Funktion ist besonders sinnvoll, wenn man den Lautsprecher auch auf Partys oder anderen Veranstaltungen außer Haus mitnehmen möchte. Selten ist es der Fall, dass man als Besucher das örtlich zur Verfügung stehende WLAN-Netz nutzen darf, weshalb Möglichkeit Eins der Verbindungsart entfallen sollte. Mit dem Lautsprecher-Netzwerk ist dem aber Abhilfe geschaffen und dem kabellosen Musikgenuss steht nichts mehr im Wege. Nachteil daran ist natürlich, dass viele Menschen ein iPhone besitzen und so jeder mit einem solchen Device Zugriff auf die Lautsprecher hat und willkürlich Musik abspielen kann.

In unserem Test zeigte sich, dass größere Reichweiten zu Störungen des Streamings führen. Zurückzuführen ist dies auf die wohl weniger starken Antennen des iTeufel Air.

Design und Verarbeitung des iTeufel Air

Konkrete Aussagen über das Design zu machen erweist sich immer als schwierig. Grund dafür sind die verschiedenen „Geschmäcker“ eines jeden Menschen. Wir empfinden den iTeufel Air jedoch als modisch schick. Die farbliche Kombination aus schwarz, weiß und chromfarben finden wir sehr anspruchsvoll und lässt den Lautsprecher edel und hochwertig wirken. Wer das Unternehme Teufel kennt weiß aber auch, dass es genaue diese Eigenschaften sind, die Teufel repräsentieren möchte. Die Front und die Seiten des iTeufel Air sind von einer schwarzen, stoffähnlichen Schicht überzogen. Diese ist leider etwas anfällig für Staub. Schon nach wenigen Stunden konnte man eine Ansammlung von Staubpartikeln sehen, welche sich aber schon durch ein leichtes Wischen mit der Hand entfernen ließen.

Die Rückseite des Speakers ist von einer weißen Kunststoffschicht mit Hochglanz-Lack umgeben. Wer feuchte und leicht fettende Hände hat wird bei Berührung mit dieser Fläche feststellen, dass einige Fingerabdrücke sichtbar werden. Diese sind mit einem Tuch allerdings leicht wegzuwischen. Man muss dem iTeufel Air aber insgesamt zu Gute halten, dass er weit weniger empfindlich für Fingerabdrücke ist, als wir es beispielsweise vom iPad und iPhone kennen. Lediglich der verchromte Fuß hinterlässt schnell deutliche Spuren. Sieht man aber von diesen ab, rundet er das Gesamtbild des Airplay Lautsprechers glänzend ab und macht den iTeufel Air im Zusammenspiel mit der sehr guten Verarbeitung zu einem wahren Prachtstück. Doch was bringt ein tolles Äußeres, wenn der Inhalt nicht stimmt?! Bevor wir aber zum Sound kommen sei noch vermerkt, dass man den Speaker auch am Gerät selbst steuern kann. Auf der Oberseite befinden sich dazu drei Knöpfe. Einer dient dem An- und Ausschalten, zwei andere der Lautstärkenregelung. Auf der Rückseite befinden sich ein Setup- und Reset-Knopf und eine Line-In Schnittstelle zur Kopplung mit externen Geräten.

Sound des iTeufel Air

Kommen wir also zum wesentlichen Teil unseres Tests. Dem Sound. Wir wissen, dass Airplay einen deutlichen Fortschritt gegenüber den Bluetooth-Lautsprechern mitbringt. Während Bluetooth Übertragungsraten von 2,1 Megabits pro Sekunde erreicht, toppt Airplay diese Marke um ein Vielfaches. Diese deutliche Überlegenheit spiegelt sich im Sound wider. Airplay Lautsprecher erreichen durch die hohe Übertragungsrate CD-Qualität. Klingt gut, ist es auch.

Speziell beim iTeufel Air zeigte sich, dass diese Qualität ausreichend ist um seine eigenen vier Wände mit soundlich gut klingender Musik zu füllen. Wessen Ohren natürlich von großen und besseren HiFi-Anlagen verwöhnt sind, ist mit einem Airplay Lautsprecher definitiv an der falschen Adresse und wird sicher im ersten Moment unzufrieden sein. Bedenkt man aber, dass man den iTeufel Air auch mobil nutzen kann, sollte man über einige Schwächen hinweg sehen können. Das Wort „Schwäche“ sollte zudem nicht überbewertet werden, denn in unserem Test waren wir mehr als zufrieden mit dem Speaker. Speziell Klassik und Jazz klingen sehr klar und lassen keine Wünsche offen. Der 25mm Hochtöner in Verbindung mit dem 80mm Mitteltöner sorgen dabei für ein stimmiges Klangbild. Auch Rock- und Pop-Titel klangen im Test einwandfrei und anspruchsvoll. Besonders positiv ist dabei, dass keinerlei Rauschen zu hören ist wie man es von diversen anderen Lautsprechern kennt. Wechselt man das Musik-Genre noch einmal und führt sich Hip Hop oder Techno zu Gemüte, wird man jedoch kleine Mängel feststellen. Diese äußern sich im fehlenden Bass. Zwar ist ein 130mm Tieftöner im iTeufel Air verbaut, reicht dieser leider aber nicht die Bässe zu füllen. Besonders bei geringen Lautstärken sind mitunter kaum Tiefen zu hören. Dreht man den Lautsprecher allerdings ordentlich auf, kommen auch die Bässe zum Vorschein und der Lautsprecher beginnt sogar leicht zu wackeln.

Bei der Steuerung der Lautstärke fiel auf, dass kleine Lautstärkenänderungen schwer möglich sind. Der Wechsel von „Volume 1“ auf „Volume 2“ zeigte einen deutlichen Anstieg der Lautstärke. Möchte man also beim Schlafengehen Musik hören, erscheint die erste Stufe zu leise, die zweite Stufe hingegen wieder zu laut. Eine Lautstärke zwischen 1 und 2 wäre optimal, kann aber nicht erzielt werden. Natürlich kann man dieses Problem nicht zwangsläufig auf den iTeufel Air niederschreiben. Vielmehr liegt dies an den Einstellungen in iOS. Apple-User kennen das Problem. Entweder hört man einen Titel zu laut oder zu leise. Die Sprünge zwischen den Lautstärken sind leider relativ groß und deutlich hörbar.

Sonstige Anmerkungen zum iTeufel Air

Der Airplay Lautsprecher verfügt über die Möglichkeit, externe Geräte über einen AUX-Eingang mit dem iTeufel Air zu verbinden. Dazu wird jedoch ein zusätzliches Kabel benötigt, welches nicht im Lieferumfang enthalten ist. Diese Funktion haben wir demnach nicht testen können. Klanglich wird es aber wohl kaum Unterschiede zur Wiedergabe über das WLAN-Netz geben.

Youtube ist allgegenwärtig. Viele User spielen ihre Musik über diesen Dienst ab. Leider ist es mit dem PC nicht möglich, Songs von Youtube über den iTeufel Air wiederzugeben. Der Grund ist natürlich die fehlende Airplay-Funktion auf der Plattform selbst. Anders verhält es sich jedoch mit dem iPhone. Da Youtube automatisch über den iPod wiedergegeben wird, steht der Airplay-Button zur Verfügung und ermöglicht so die Wiedergabe auf dem iTeufel Air.

Fazit

Der iTeufel Air hält was er verspricht. Ein optisch ansprechendes Auftreten und gute Klangqualität machen den Lautsprecher trotz der relativ wenigen Bässe zur Kaufempfehlung. Für derzeit 499 Euro im Teufel Onlineshop selbst, oder auch bei Amazon, bietet Teufel mit dem „Air“ eine gute und relativ günstige Alternative zu teuren AV-Receivern und kann auf jeden Fall überzeugen. Fraglich ist jedoch, ob die reine Wiedergabe über Apple Devices auf Dauer sinnvoll ist. Von anderen Produkten ist bereits bekannt, dass man dieser mitunter auch mit dem heimischen LED-/LCD-TV verbinden kann. Zwar sind dabei zusätzliche Kabel nötig, ist es jedoch schön solche Möglichkeiten zu haben. Ob man sie nun nutzt, oder nicht…

Aktuell finden Sie, nur für kurze Zeit, im Teufel Onlineshop den iTeufel® Air (B-Ware) für 299,99 Euro.